Meine Geschichte mit den "Aussies" oder wie alles begann

Der erste Aussie, unser Rüde Jerry, kam 1994 zu uns. Unser damals 10-jähriger Sohn hatte uns zwei Jahre lang „weichgeredet", einen Hund zu bekommen und von den fünf Rassen, die ich ihm in Vorauswahl gezeigt hatte, war er sehr spontan und hartnäckig bei dem AustralianTerrier geblieben - wie sich später zeigte, die für uns absolut perfekte Wahl!

Wir hatten so viel Freude mit dem Hund, dass bald darauf, 1996, eine Hündin, Tini, folgte - schon auch mit dem ganz leisen Hintergedanken, evtl. mal Welpen zu haben. Bis dahin dauerte es aber noch eine Weile, Zwingerzulassung, Zuchtzulassungen etc. und eine eigenwillige Hündin, die unseren eigenen Rüden nicht zum Decken akzeptierte. Schließlich war mit Marco vom Struthwald der richtige „Mann" für unsere wählerische Dame gefunden und im Herbst 2000 war es soweit, der erste Wurf kam bei uns - auf dem Sofa- zur Welt.

Der erste Wurf ist wahnsinnig aufregend, es gibt so viel, was man vorher nicht so genau weiß, trotz eifrigster Lektüre entsprechender superdicker Bücher. Zum Glück waren Frau Hoffmann (Vom Struthwald) und meine Zuchtwartin (Frau Seibert - Norwich Terrier v. Warnberg) äußerst hilfsbereit und auch vom 8. Telefonanruf nicht genervt, sondern haben immer ausführlich mit Rat und Tat geholfen.

Eine weitere große Hilfe war die Hündin selbst. Hier zeigte sich, dass die Australian Terrier außergewöhnlich instinktsicher sind. Tini war eine ganz tolle Mutter, sie hat die Kleinen fünf Wochen lang komplett allein ernährt (bei anderen Hunden, so habe ich inzwischen von verschiedenen Bekannten gehört, muss der Mensch bereits mit zwei bis drei Wochen zufüttern, teils mit Fläschchen und das Tag und Nacht alle drei Stunden!!). Auch sonst hat sie sich prima gekümmert, die Kleinen geputzt, ausdauernd mit ihnen gespielt, sie erzogen und vieles mehr.

So ging also alles sehr gut und wir fanden auch ganz liebe Menschen für diese ersten sechs Welpen; sie melden sich, wie auch die Besitzer der weiteren Würfe bis heute immer wieder, schicken Fotos, und teils treffen wir uns auch auf Ausstellungen.Nun war klar, dass es bei dem einen Wurf wohl nicht bleiben würde und ich bin sehr froh, dass mein Mann das alles so mitmacht. Wir haben nämlich keinen eigenen Welpenraum, d.h. bei uns sind die Hunde nach den drei Wochen, die sie in der Wurfkiste liegen, überall unterwegs und lassen auch ihre Seechen und Häufchen überall. Es sieht dann eine Zeit ziemlich wild bei uns aus und Putzeimer und Lappen sind ständig im Einsatz. Überall sind Zeitungen ausgelegt, Hundespielzeug, wo man schaut, Absperrbretter vor den Treppen und man muss beim Gehen in der Wohnung gut aufpassen, dass man nicht auf so ein kleines Wuzerl tritt.

Inzwischen hatte Tini noch zwei Würfe (04/2002 und 12/2002), damit sollte es mit ihr gut sein und sie durfte Oma werden.

Unser Zwinger ist eingetragen im Kft (Klub für Terrier) welcher dem VDH und der FCI angeschlossen ist.